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Stellungnahmen der Bürgermeisterkandidaten 2020

Wir freuen uns, dass Sie sich über unser Anliegen informieren ! Das Ziel unserer Bürgerinitiative ist der Tunnel in Hiddenhausen.  Denn dies ist die verträglichste – und einzige kurz- bis mittelfristig umsetzbare Lösung, bei der es keine Verlierer gibt.

 

anstehende Kommunalwahlen

Wir wollen wissen, wie sich die Kandidaten ein nachhaltiges Verkehrskonzept für Hiddenhausen vorstellen.

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Anläßlich der Kommunalwahlen am 13.09.20 haben wir die Bürgermeisterkandidaten zu diesem Thema befragt.

 

Fragen-an-Bürgermeister-Kandidaten.pdf

unsere Fragen
Sehr geehrter Herr

Unsere Bürgerinitiative wurde im Januar 2012 gegründet und setzt sich seitdem überparteilich für eine Lösung der massiven Verkehrsprobleme in unserer Gemeinde ein.

Von einem Bürgermeisterkandidaten wünschen wir uns eine klare Positionierung. Da wir diese im Moment leider nicht in einer öffentlichen Diskussion erörtern können, würden wir uns freuen, wenn Sie uns schriftlich einige Fragen beantworten würden.

Ihre Antworten würden wir dann gerne auf unserer Internetseite sowie unserem Facebook-Auftritt veröffentlichen und an die lokale Presse (einschließlich Radio Herford) weiterleiten.

Hiddenhausen ist eine Gemeinde mit vielen Qualitäten. Viele vorhandene positive Ansätze lassen sich in den nächsten Jahren kontinuierlich fortführen und weiter optimieren. Das gilt leider nicht für die Verkehrssituation: Bereits im August 2014 kam eine Studie des Büros SHP zu dem Schluss, dass gesetzliche Vorgaben nicht eingehalten werden und Handlungsbedarf besteht. Von den vorgeschlagenen Lösungen konnte bis heute keine einzige umgesetzt werden.

Zuletzt scheiterte ein Modellversuch mit Tempo 30 km/h auf den Durchfahrtsstraßen am Widerstand der Landesregierung. Eine B 239n soll den Ort entlasten. Das Projekt schaffte es zwar in den aktuellen Verkehrswegeplan des Bundes, wurde aber vom Land nicht in die Prioritätenliste aufgenommen, wird also aktuell nicht weiter geplant. Stattdessen erhielt Hiddenhausen mit der B 61 stillschweigend eine weitere Bundesstraße, die zusammen mit der B 239 auf der alten Trasse geführt wird.

Die Bünder Straße wurde unter Regie der Gemeinde sehr ansprechend umgestaltet, wird aber vom Schwerlastverkehr im wahrsten Sinne des Wortes überrollt. Der Ausbau der Einmündung in Herford wird die Situation in den betroffenen Ortsteilen weiter verschärfen.

Vieles spricht dafür, dass von Seiten der Landesregierung anstatt auf eine B 61/239n auf die sogenannte “Ertüchtigung“ der alten Trassen gesetzt wird, ohne jede Rücksicht auf die Auswirkungen für die Gemeinde Hiddenhausen. Die Bundesbahn plant schon sehr zeitnah den Ausbau der Strecke Bielefeld – Hannover.

Da auch die heimischen Bundestagsabgeordneten eine Trasse entlang der Autobahn A2 ablehnen, sollen dann Züge mit 300 km/h durch Hiddenhausen rollen. Wie genau die Trassenführung in Hiddenhausen aussehen soll, ist uns nicht bekannt. Damit rückt dann auch der Ausbau der Eisenbahnunterführung in Schweicheln in greifbare Nähe. Die damit verbundene Erweiterung des Tunnelquerschnitts öffnet Schweicheln für zusätzlichen Schwerverkehr. Dies mag kurzfristig zu einer Entlastung für die Bünder und Löhner Straße führen. Weil die B 61/239 aber auch nur eine begrenzte Menge Verkehr aufnehmen kann, wird dies erfahrungsgemäß keine dauerhafte Entlastung für die anderen Ortsteile bringen.

Hiddenhausen definiert sich stolz als Gemeinde mit eigenständigen Ortskernen. Etliche von denen sind aber durch ihre Lage an den Hauptverkehrsstraßen stark beeinträchtigt. Schweicheln wird zusätzlich durch die Bahn zerschnitten. Die Verbindung durch die Eisenbahnunterführung ist eng und gefährlich für Radfahrer und Fußgänger. Danach geht es Richtung Norden weiter an verengten Gehwegen, die zudem als Radwege ausgewiesen sind.

So werden die Einwohner im Süden vom Nahversorgungszentrum einschließlich Arzt und Apotheke abgeschnitten, wer nördlich wohnt, hat es schwer, den Haltepunkt der Bahn sicher zu erreichen. Hier und in den anderen Ortskernen an den Durchgangsstraßen gibt es dringenden Handlungsbedarf. Dabei gilt es, Spielräume zwischen den großen Playern zu finden – in Schweicheln Straßen.NRW und Bundesbahn – und konstruktiven Einfluss auf die überregionalen Planungen zu nehmen.

Beide Institutionen kümmern sich auftragsgemäß um Verkehrswege, die Verantwortung der Gemeinde muss als Lobby für die Bürger bei der Gestaltung von Lebensräumen liegen, damit Aufenthalts- und Lebensqualität nicht immer nur den Erfordernissen des motorisierten Verkehrs untergeordnet werden.

In diesem Zusammenhang interessiert uns Ihre Meinung zu Tempo-30-Zonen. Sollten Sie diese befürworten, wo würden Sie Tempo 30 für sinnvoll halten?

Würden Sie sich für ein LKW-Durchfahrtsverbot in Hiddenhausen einsetzen, nachdem durch die Fertigstellung von Ausweichrouten nun der Rahmen hierfür gegeben ist?

Ein weiteres Problem ist die Verknüpfung der Ortskerne: Hier fehlen Angebote des ÖPNV ebenso wie sichere Radwege. Die vorhandenen Möglichkeiten folgen im Wesentlichen den Hauptverkehrsachsen. Es kann für eine Gemeinde nicht förderlich sein, wenn man Ortsteile innerhalb der Gemeinde nur über Umwege – Herford und Bünde – erreichen kann.

Wie stehen Sie zu einem Kreis-Bus-Verkehr, der die Ortskerne im Stundentakt miteinander verbindet?

Wie stellen Sie sich die Verknüpfung der beiden Fern-Radwege, die beide in Nord-Süd-Richtung verlaufen sollen, mit den Radwegen innerhalb Hiddenhausens vor? Gerade stehen z. B. Entscheidungen für eine mehr oder weniger sichere Gestaltung des Radweges entlang der Schweichelner Straße an, die eine wichtige Querverbindung darstellt.

Schließlich möchten wir Sie fragen, welche konkreten Maßnahmen Sie nach Ihrer Wahl zum Bürgermeister von Hiddenhausen ergreifen würden, um

1. kurzfristig, 2. mittelfristig und 3. langfristig die Wohn- und Lebenssituation der Bürger – besonders entlang der Verkehrsachsen – zu verbessern, indem Schmutz und Lärm reduziert werden und die Sicherheit erhöht wird.

Welche drei Maßnahmen zum Verkehr in Hiddenhausen sollen nach Ihrer ersten Amtszeit unbedingt umgesetzt sein?

 

 

Hier sind die Antworten aus der Politik.

Die Auflistung ergibt sich aus der Reihenfolge der Rückantworten:

 

 

 

    Wahlprogramm Ulrich Hempelmann

Ulrich Hempelmann - CDU
Sehr geehrte Damen und Herren, Liebe Mitglieder und Unterstützer der Initiative „Wir in Hiddenhausen für den Tunnel“, vielen Dank für Ihre Fragen mit denen sie ein wichtiges Thema für die Entwicklung von Hiddenhausen ansprechen.

Als langjähriges Mitglied des Rates der Gemeinde Hiddenhausen bekenne ich mich zunächst einmal in vollem Umfang zu allen Beschlüssen, die der Rat der Gemeinde Hiddenhausen im Zusammenhang mit ihrer Initiative und der Verkehrssituation in den Ortsteilen entlang der Landesstraße 545 und der Bundesstraße 239 getroffen hat.

Konkret möchte ich Ihre Fragen wie folgt beantworten:

Erstens: ein wichtiges Ziel für mich als Bürgermeister der Gemeinde Hiddenhausen wird die Verbesserung der Lebenssituation aller Bürgerinnen und Bürger in unseren Ortsteilen sein. Die Belastung der Anwohnerinnen und Anwohner der genannten Straßen ist hoch und teilweise unerträglich.

Auch und gerade in Zeiten der Corona-Pandemie müssen aber auch die Interessen der Wirtschaft beachtet werden. Ich werde deshalb das Thema „Verkehr“ als eines der ersten nach der Wahl besetzen und zu einem runden Tisch einladen. Vieles, was vom Rat der Gemeinde Hiddenhausen beschlossen wurde, konnte in der letzten Wahlperiode nicht umgesetzt werden. Hier müssen wir deutlich besser werden!

Nachdem die Entlastung durch die Fertigstellung der A30 und der A33, sowie der Ertüchtigung der Querverbindung zwischen der A2 und der A30 mit der A611 gelungen ist, sind aus meiner Sicht alle Ausreden zum Verzicht auf Entlastungsmaßnahmen für Hiddenhausen entfallen.

Ich werde mich deshalb intensiv für das eigentliche Ziel ihrer Initiative, der Schaffung eines LKW-Durchfahrtverbotes, insbesondere in den Nachtstunden, einsetzen. Eine flächendeckende Ausweisung von Tempo 30 auf den Durchgangsstraßen war bisher als Maßnahme gedacht, um die Attraktivität der Strecke für den Durchfahrtsverkehr zu senken. Dieses Argument ist aus meiner Sicht mit Schaffung der genannten Alternativen entfallen und würde aus meiner Sicht deshalb nicht mehr zielführend sein.

Wir müssen uns auf die Umsetzung des eigentlichen Ziels, der Entlastung der Nachbarschaften entlang der Landes- und Bundesstraße konzentrieren. Es wird eine gemeinsame Aufgabe des Runden Tisches sein, den Landrat zum Handeln zu bewegen und erforderlichenfalls auch eine Klage in Kauf zu nehmen. Hierfür werde ich mich einsetzen.

Zweitens: Tempo 30 ist in den Wohngebieten in Hiddenhausen mehr oder weniger flächendeckend umgesetzt. Hier gilt es, Lücken aufzuspüren und konsequent zu schließen. Auf Durchgangsstraßen halte ich Tempo 30 dort für richtig, wo es Schulen, Kindergärten und Altenpflegeeinrichtungen gibt. Um flächendeckende Tempo-30-Zonen auf Durchgangsstraßen zu vermeiden, müssen wir andere Maßnahmen zum Schutz der Anlieger treffen.

Drittens: Ja! Die Begründung wurde bereits unter Frage eins ausführlich gegeben.

Viertens: Ich möchte erreichen, dass wir für Hiddenhausen ein Verkehrskonzept mit flächendeckenden Tempo-30-Zonen in Wohngebieten, gut ausgebauten Radwegen und einem funktionierenden ÖPNV haben. Entlang der Hauptstraßen müssen wir im Verkehrskonzept Maßnahmen abbilden, die die Anwohner auch dort schützen. Dieses Konzept muss unter Beteiligung der Öffentlichkeit und mit ausführlicher Diskussion aller Punkte auf den Weg gebracht werden.

Hierzu bieten die bereits bestehenden Konzepte, unter anderem das Konzept des Gutachterbüros HPS, sehr gute Ansätze! Mit Ihrer Stimme am 13. September können wir für Hiddenhausen mehr erreichen, als bisher umgesetzt wurde. Ich bedanke mich für Ihr Interesse und freue mich über jede Unterstützung. Bei Rückfragen stehe ich gerne jederzeit zur Verfügung.

Freundliche Grüße Ulrich Hempelmann Bürgermeisterkandidat der CDU Hiddenhausen

 

 

 

   Wahlprogramm Bernhard Weil

Bernhard Weil - Bündnis90 - die Grünen
Vielen Dank für Ihre Anfrage. Wir würden uns freuen, wenn es gelänge Unklares oder Strittiges im gemeinsamen Gespräch weiter zu entwickeln, da vermutlich erhebliche Schnittmengen zur Kooperation einladen können.

Verkehr ist mehr als motorisierte Fortbewegung. Im öffentlichen Raum sind neben den FahrradfahrerInnen auch die FußgängerInnen immer mit zu denken.

Die Botschaft GRÜNER Mobilitätspolitik könnte lauten: Wir schaffen die Angebote, damit die Menschen überhaupt erst nachhaltig mobil sein können: Schnell, komfortabel und emissionsfrei. Dabei geht es nicht um den „Verzicht“ aufs Auto, sondern darum, dass wir Angebote schaffen, die nachhaltig und besser sind.

Tempo 30 Wir wollen gesetzlich nicht nur lärmarme Straßenbeläge in der Nähe von Wohngebieten und Städten. Dazu müssen die Grenzwerte abgesenkt werden, ab denen aus Lärm- oder Umweltschutzgründen geringere Höchstgeschwindigkeiten angeordnet werden können. In den Städten und Gemeinden muss es zukünftig möglich sein, Tempo 30 deutlich häufiger flächendeckend ausweisen zu können.

Geschwindigkeitsreduzierung bedeutet nicht nur Umweltschutz, sondern schützt auch die schwächeren VerkehrsteilnehmerInnen. Bürger-Bus – Rundkurs Der die Ortsteile verbindende Bus hat als Bürgerbusinitiative einen grünen Stempel. Ursprünglich angedacht als Projekt für die Regionale, war die Umsetzung gebunden an die Unterstützung durch Bürgermeister und Verwaltung. Es hat dort keine Zustimmung gefunden, mündete aber nach einigen Sitzungen in dem Auftrag an ein Verkehrsplanungsbüro. Ziele sind eine Bestandsaufnahme mit Vorschlägen für ein Hiddenhauser Mobilitätskonzept. Die Idee des Bürgerbusses wurde wiederholt in den Dorfwerkstätten von mehreren BürgerInnen aufgegriffen. Der von ihnen vorgeschlagene Stundentakt ist in Abhängigkeit von der Streckenführung als Ziel definierbar. Im Rahmen eines von Ehrenamtlichen organisierten Bbus wohl nur idealerweise mit vielen Freiwilligen umsetzbar.

Ein weiterer kleiner Schritt im grünen, nachhaltigen Verkehrskonzept sind die Mitfahrerbänke. Mittlerweile hat der Rat beschlossen, zwei versuchsweise aufzustellen. Fahrrad 2001 hat unser jetziger Fraktionsvorsitzende Bernhard Weil im Rahmen der Agenda 21 in der AG Verkehr die Verbesserung der Radwege Verbindung Bünde – Hiddenhausen, nicht nur für die SchülerInnen gefordert. Heute sind – wie wir lesen – alle KommunalpolitikerInnen Fahrradfreunde!

Wie notwendig ein Mobilitätskonzept für Hiddenhausen ist, sieht man auch an dem Ausbau der L 545 / Bünder Str. auf Basis einer Planung aus den 90ern. Das ist heute nicht mehr akzeptabel. Um Straßenverkehrsregeln gerecht werdend von Hiddenhausen nach Herford zu kommen, muss man 4 x die Straßenseite wechseln – und das bei ca. 15.000 Fahrzeugbewegungen pro Tag. Und auf dieser Strecke fahren nicht nur SchülerInnen, sondern zunehmend sich ans Fahrrad gewöhnende E-Bike SeniorInnen. B90/Die Grünen haben zum letzten Haushalt ein Radwegebudget beantragt, das mit Einschnitten umgesetzt wurde. Letztendlich gilt es einen realistischen und guten Kompromiss an Flächen- und Mittelgerechtigkeit für Fußgänger / Radfahrer auf der einen Seite und motorisiertem Verkehr auf der anderen Seite herzustellen. B90/Die Grünen Hiddenhausen haben – nach unserem Kenntnisstand – den bisher einzigen interkommunalen Antrag für einen pendlergerechten Radweg Bünde – Hiddenhausen-Herford initiiert.

Diese Anregung wurde von allen grünen Fraktionen in den beteiligten Gemeinden und im Kreistag eingebracht und angenommen. Nach Zahlen von IT NRW 2017 betrifft dies alleine ca. 7000 Arbeitspendler pro Tag plus die Freizeit- und GesundheitsradlerInnen. Die E-Bikes (meist Pedelecs) haben das Potenzial des Game Changers in der Nahmobilität. Das gilt vor allem auch in ländlichen, hügeligen Regionen, wo das Fahrrad bislang ein Schattendasein fristete. Ohne eine ausreichende Infrastruktur mit sicheren Abstellmöglichkeiten und Ladestationen wird es keine weiteren deutlichen Zuwächse bei E-Bikes geben. NRW Förderung ist verschiedentlich möglich. Unser Nachbar Niederlande mit seiner jahrzehntelangen Radtradition stellt seine Prioritäten auf Fahrrad um im Sinne von „Autos können Gäste im Verkehrsraum Stadt sein.“ ÖPNV Der ÖPNV ist durch Corona in seiner positiven Entwicklung gebremst.

Dort, wo die Versorgung schwierig ist, braucht es für die ländlichen Räume abgestufte und flexible Bedienkonzepte in öffentlicher Hand. Perspektivisch sollen auch in den ländlichen Räumen deutlich mehr Linien mit attraktivem Takt und auch in Tagesrandzeiten verkehren. Unbestritten haben wir in der Gemeinde gut versorgte Wohngebiete, was vornehmlich die Verbindung Bünde – Herford betrifft. Wege zu Bushaltestellen von mehr als 300 Meter für Senioren und bewegungseingeschränkte Menschen und Wege von mehr als 500 Metern sind heute nicht zu vermitteln. Welche Maßnahmen umsetzbar sind – siehe oben.

• Maßnahmen die in Hiddenhausen durch die Gemeinde machbar sind: durch attraktive Angebote Alternativen zum lokalen Pendler- / Autoverkehr schaffen

• Politisch dafür sorgen, dass Innerörtliche Maßnahmen nicht durch Straßen NRW blockiert werden können

• Langfristig wird LKW Verkehr abnehmen, wenn die Produktion ohne Lagerhaltung begrenzt wird und dadurch die permanenten Lieferungen „just in time“ weniger werden. Davon werden die AnwohnerInnen durch Reduzierung von Lärm, Feinstaub und Abgasemissionen profitieren.

• Langfristig wird LKW Verkehr abnehmen, wenn die vielfältig gestellte Forderung ‚mehr Güter auf die Schiene‘ realisiert wird.

Mit freundlichen Grüßen Bernhard Weil

Christos Zioudas Fraktionssprecher Gemeindeverbandssprecher

 

 

 

  Wahlprogramm Eckard Gläsker

Eckard Gläsker - UWG

Sehr geehrte Damen und Herren der Bürgerinitiative „Tunnel durch den Berg“, vielen Dank für Ihre beigefügte Anfrage.

Gern komme ich deren Beantwortung im Rahmen meiner Kandidatur für das Bürgermeisteramt der Gemeinde Hiddenhausen nach. Die Fragestellung nach den vorrangigen Maßnahmen, welche ich als Bürgermeister ergreifen würde, kann ich klar und eindeutig beantworten:

Endlich die Umsetzung des Lkw-Duchfahrtverbots bewirken! Zum perspektivischen Hintergrund muss geschildert werden, dass wir als UWG-Vertreter bereits seit 2012 an dem Thema dran sind, im Prinzip schon zur Kommunalwahl 2009 eine erste Pressemitteilung dazu im Zusammenhang mit der DB-Unterführung in Schweicheln brachten. Da die weitläufigen Straßenumgehungsmöglichkeiten in den damaligen Jahren noch nicht ausgebaut waren, war das Thema zunächst „auf der Strecke“ geblieben. Das sieht nunmehr durch die Vollendung der Nordumgehung der A 30 Bad Oeynhausen, der südlich gelegenen Abkürzung über den „Wittel“ in Löhne sowie der durchgehenden A 33 von Bielefeld nach Osnabrück ganz anders aus! Der überörtliche Lkw-Verkehr z. B. aus dem Raum Höxter-Lippe in Richtung Minden, Sulingen, Bremen, braucht nicht mehr über die B 239 durch Schweicheln zu fahren; gleiches gilt z.B. für den überörtlichen Lkw-Verkehr aus dem Großraum Herford, der Richtung Bünde, Osnabrück fahren möchte. Dieser muss nicht die L 545 (Bünder Straße) durch die Ortsteile Sundern-Lippinghausen-Eilshausen benutzen.

Nach einem höchstrichterlichen Urteil des hessischen Verwaltungsgerichtshofes kann dem Lkw-Verkehr eine Umleitung über Autobahnen oder anderen Schnellstraßen bis zu 100km zugemutet werden. Diese Voraussetzungen würden durch die oben bezeichneten neuen Autobahnen und Umgehungsstraßen genau erfüllt.

Zur tatsächlichen Umsetzung eines solchen Lkw-Durchfahrtverbotes (nicht für den Anlieger-/Zulieferverkehr) muss man wissen, dass dafür der Landrat des Kreises Herford in seiner Eigenschaft als Straßenverkehrsbehörde zuständig ist. Nur er kann die notwendige Straßenverkehrsbeschilderung anordnen (§ 45 StVO!).

Hier setzt meine Möglichkeit als Bürgermeister ein! Bereits im Jahre 2013 hatte ich als Kreistagsvertreter beim damaligen Landrat (Manz) einen schriftlichen Antrag zur Umsetzung einer solchen Beschilderungsanordnung eingereicht. Dieser Antrag wurde zwar behördlich bearbeitet, es kam aber nie zu einer Entscheidung. Aus internen Quellen wusste ich aber, dass bei einer abschließenden Beschlussfassung die Kreisverwaltung aufgrund eines Vetos der Landesbehörde StraßenNRW eine ablehnende Entscheidung getroffen hätte. Durch die neue, hier dargestellte Straßenanbindungssituation sind jetzt neue Bedingungen gegeben.

Als Bürgermeister habe ich andere und bessere Möglichkeiten, auf eine Entscheidung des Landrates (der Kreisverwaltung) einzuwirken. Es finden regelmäßige Verhandlungsrunden auf Kreisebene zwischen dem Landrat und den Bürgermeistern im Kreisgebiet statt (sog. HVB-Konferenz). Dort würde ich mich massiv für dieses besondere Problem in der Großgemeinde Hiddenhausen einbringen!

Als weiteres Thema käme die weitere Einrichtung von T 30-Zonen in Betracht. Hier muss aber auch mit Augenmaß überlegt und entschieden werden. Quasi eine Generalentscheidung zur flächendeckenden Einführung dieser Temporegelung wäre meine Sache nicht. Natürlich sind Schulbereiche, Kitas, Einkaufszentren, soziale Einrichtungen, pp., und ggfs. bekannte Unfallschwerpunkte vorrangig zu berücksichtigen (wird ohnehin gesetzlich gefordert).

Ständige Nachkontrolle wäre in der Gemeindeverwaltung dazu gefordert und vom Bürgermeister zu überwachen. Im Bereich des Radwegeausbaus ist eine weitere Verbesserung und Koordinierung mit den umliegenden Gemeinden und Städten notwendig. Das stellt eine permanent fortzuentwickelnde Aufgabe dar, auch für den Bereich der Fernradwege. Eine andere seitens unserer UWG (und auch den Freien Wählern auf Landesebene) bestehende Forderung betrifft den öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Dieser sollte mittelfristig komplett frei gegeben werden! Das erleichtert die Verwaltungsarbeit und würde die Benutzung dieser Verkehrsmittel stark ansteigen lassen, was gerade auch unter Umweltgesichtspunkten und Verwirklichung der Klimaschutzziele vorrangig zu beachten ist!

Pilotprojekte hat es in anderen NRW_Städten dazu schon mit Erfolg gegeben. Außerdem würde ich als Bürgermeister eine Kosten-Nutzen-Analyse vornehmen, inwieweit wegfallende Verwaltungsksoten den fehlenden Fahrpreisen gegenzurechnen sind? Weiteres gern in einem persönlichen Gespräch!

Mit freundlichen Grüßen Eckard Gläsker

 

 

 

  Wahlprogramm Andreas Hüffmann

Andreas Hüffmann -SPD
herzlichen Dank für Ihr Interesse an meinen kommunalpolitischen Ideen für Hiddenhausen! Gerne beantworte ich Ihre Fragen:

Tempo 30: Tempo 30 Zonen werden von mir befürwortet. Wir haben in Hiddenhausen circa 80% der Gemeindestraßen als Tempo 30 Zonen ausgewiesen. Über die Gemeindestraßen haben wir mehr Einwirkungsmöglichkeiten, als bei anderen Straßenbaulastträgern. Ich werde den Gemeinderatsbeschluß „Tempo 30 auf der Bünder Straße“ weiter verfolgen, um gemeinsam mit dem Kreis auf das Land NRW einzuwirken. Auch wenn es sich hierbei um das „Bohren dicker Bretter“ handelt.

LKW-Durchfahrtsverbot: Ein LKW-Fahrverbot nur für Hiddenhausen würde den Verkehr in die Nachbarorte verdrängen. Ich möchte zunächst mit dem Kreis Herford an einem Gesamtkonzept für den Kreis arbeiten. Nachdem die Ausweichrouten nun fertiggestell sind, sehe ich hier gute Möglichkeiten.

Verknüpfung der Ortskerne: Bei der Verknüpfung der Ortskerne ist noch „Luft nach Oben“. Zwar sind Sundern, Lippinghausen, Eilshausen und Hiddenhausen durch die Buslinie verbunden, aber leider existiert eine solche Verbindung von Schweicheln-Bermbeck über Lippinghausen nach Oetinghausen nicht. Derzeit enden die Linien in Lippinghausen, da der Busverkehr mit der Schule verknüpft ist. In der AG Bürgerbus haben wir parteiübergreifend genau diese Situation analysiert und nach Lösungen gesucht. Ein Versuchsprojekt, zunächst zeitlich begrenzt, wird uns hier Aufschluss geben. Hierfür werde ich mich einsetzen.

Kreis-Bus-Verkehr: Das System eines „Kreis-Bus -Verkehrs“ ist mir bekannt und ich habe seine Vorteile schon selbst kennenlernen dürfen. Er könnte, bei der geographischen Struktur Hiddenhausens dazu beitragen, die Mobilität in unserer Gemeinde zu verbessern. Auch hier wäre ein, möglicherweise einjähriger Versuch, ein probates Mittel, die Akzeptanz der Bürger zu ermitteln und Erfahrungen zu sammeln.

Verknüpfung der beiden Fernradwege: Für den Fernradweg laufen die Planungen überregional und ich unterstütze dieses Vorhaben. Es ist wichtig, das Projekt gemeindeseitlich im Focus zu haben, damit die entsprechenden Anschlüsse innerhalb Hiddenhausens hergestellt werden. Schließlich sollen die Menschen die in unserer Gemeinde mit dem Rad unterwegs sind, von diesem wichtigen Vorhaben profitieren.

Konkrete Maßnahmen:

1. Kurzfristig: a) Ausbau der Kindergartenplätze, b) Digitalisierung der Schulen, c) Förderprogramm zum Solarausbau

2. Mittelfristig: a) Die Grundschulen fit machen für die zunehmenden Schülerzahlen, b) Ausbau der Radwege, c) Optimierung des ÖPNV

3. Langfristig: a) Klimaschutzziele für Hiddenhausen umsetzen, b) Bürgerfreundliche Verwaltung, c) Dorfkerne, u.A. mit Hilfe der Dorfwerkstätten, stärken.

Drei Maßnahmen zum Verkehr: 1. LKW-Lenkungskonzept mit und für den Kreis erreichen. 2. Radwege ausbauen. 3. Straßen NRW bewegen, die Löhner Straße vom Kreisel Hiddenhausen bis zur Kreuzung Eilshausen zu modernisieren.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen ausreichend beantworten.Weitere Informationen zu meinem Wahlprogramm erfahren Sie auf meiner Internetseite „www.andreas-hueffmann.de“.

Herzliche Grüße Andreas Hüffmann

 

 

Worum es geht:

Nördlich und südlich von Hiddenhausen wurde und wird die B239 stark ausgebaut.

Deshalb staut sich in Hiddenhausen der Verkehr auf der Bünder Strasse und auf der B239 auf das unerträglichste.

Alternativ zu unserem Vorschlag, einen Tunnel zu bauen, ist es leider möglich, dass eine ausgebaute B239N parallel zur Bahnlinie mitten durch den Ort gebaut wird! Das wäre in vierlerlei Hinsicht eine Katastrophe.

 

Die einzige und auch finanzierbare Lösung ist die Tunnellösung.

Dieser Meinung sind auch: Über 400 Mitglieder der Bürgerinitiative, unser Bürgermeister Hr. Rolfsmeyer, der Rat der Gemeinde Hiddenhausen, der Kreis Herford, und Landrat Hr. Müller

Über die Bürgerinitiative

info@tunnel-durch-den-berg.de
wir treffen uns auf Grund Corona nicht mehr regelmäßig. Bitte wenden Sie sich per EMail an uns, um weitere Informationen zu erhalten..